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STOP - Schluss mit Rauchen


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Liebe Leserinnen und Leser,

am 01. Dezember 2008 erscheint mein neues Buch "STOP - Schluss mit Rauchen" im DROEMER KNAUR Verlag.


Titel:STOP - Schluss mit Rauchen.
Erscheinungsdatum:Dezember 2008, DROEMER KNAUR Verlag
Seiten:112
ISBN-10: 3426798069
ISBN-13:978-3426798065
Verkaufspreis:EUR 5,00

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Ihr Stefan Back





Inhalt
  • Vorwort
  • Die Findungsphase
    Der Weg ist das Ziel
    Informieren Sie sich ganz bewusst
    Wie Ihr Unterbewusstsein beeinflusst wird
  • Nichtraucher werden
    Ihre Ängste verlieren
    Flucht ist keine Lösung
    Ihr Vorteil: Nichtraucher
    Der Countdown läuft




Die Findungsphase

Die Findungsphase beginnt beim ersten, meist flüchtigen Gedanken: »Ich glaube, ich sollte doch irgendwann aufhören«, und endet mit dem Ziel: »Jetzt will ich es ernsthaft versuchen.« Während dieser Phase nehmen Sie bewusst, aber vor allem auch unbewusst, viele Informationen auf, die Sie in Ihrem Ziel, Nichtraucher zu werden, enorm nach hinten werfen. Viele Raucher schaffen es daher nicht, aus dieser Phase überhaupt herauszukommen. Es bleibt beim ersten schwachen Vorsatz, dass es eben besser wäre, »irgendwann « aufzuhören. Damit Ihnen das nicht passiert, sollten Sie die Tipps 1–14 befolgen.

Kein normaler Raucher würde »einfach so« von heute auf morgen aufhören.

Der Weg ist das Ziel
Ich halte mich für recht kompetent, wenn es darum geht, Ihnen Tipps über das »Rauchen aufhören« zu geben, schließlich habe ich zweiundzwanzig Jahre lang stark geraucht. Eine Schachtel pro Tag war es immer, meistens eher zwei. In meiner Raucherwelt nahm ich nicht einmal richtig Notiz davon, als meine damalige Partnerin und heutige Frau eine Zeitlang nicht mehr rauchte. Im Gegenteil, ich erklärte ihr, dass ich mich deshalb nicht einschränken wollte oder gar in Erwägung ziehen würde, aus Solidarität ebenfalls aufzuhören. Das war für mich völlig ausgeschlossen.

Jeder kann es schaffen
Inzwischen bin ich aufgewacht, denn am 29. 9. 1999 rauchte ich meine letzte Zigarette. Bis es jedoch so weit war, dachte ich, wie fast alle Raucher, dass es unheimlich schwer sei, mit dem Rauchen aufzuhören, und man »ewig« leiden müsste. Ich ging immer davon aus, dass ich »irgendwie« anders bin als die vielen anderen Ex-Raucher, die »es« vor mir geschafft haben. Für mich war klar, dass ich nie ohne Zigaretten würde leben können, geschweige denn, dass ich gut leben würde. Nach zweiundzwanzig Jahren als Raucher hatte ich die Hoffnung schon fast aufgegeben, jemals vom Glimmstengel wegzukommen.

»Nicht, weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.«
Lucius Annaeus Seneca

Dann aber geschah etwas Phantastisches. Innerhalb von Sekunden wurde ich Nichtraucher. Es hatte »Klick« gemacht, und ich war frei! Ich hatte es geschafft und mich also die ganzen Jahre geirrt. Und wie ich mich geirrt hatte! Heute weiß ich, dass es wirklich JEDER RAUCHER schaffen kann. Und nicht nur das, ich weiß vor allem, wie viel besser das Leben als Nichtraucher ist. Es ist allein eine Frage der richtigen Einstellung und Ihrer Sichtweise dem Rauchen gegenüber, mehr nicht.

Tipp 1: Lassen Sie sich niemals entmutigen, denn es gibt keinen hoffnungslosen Raucher. Er existiert allein in Ihren Gedanken und ist pure Illusion. Jeder kann es schaffen, man muss nur an sich glauben!

Überprüfen Sie Ihre Motivation
Motivation ist definiert als »eine aktivierte Verhaltensbereitschaft einer Person im Hinblick auf die Erreichung bestimmter Ziele«. Wie hoch ist also Ihre Bereitschaft, das Ziel »Nichtraucher« in die Tat umzusetzen? Keine Sorge, wenn Sie noch nicht sehr motiviert sind. In diesem Fall ist dieses Buch genau richtig für Sie, denn Motivation fliegt einem nicht einfach so zu. Man sammelt Informationen, überlegt, diskutiert und ist vielleicht dann am Ende der Entscheidung Feuer und Flamme. Sammeln Sie also weitere Anregungen. Auch bei Ihnen wird es »Klick« machen.





Nichtraucher werden

Sind Sie motiviert, vom Rauchen loszukommen? Ich habe erfreuliche Nachrichten für Sie. Wenn Sie die nächsten Tipps lesen, werden Sie Ihre großen Ängste verlieren, die Sie alleine beim Gedanken ans Aufhören befallen.

Ihre Ängste verlieren
Eine Gruppe von Rauchern tut sich besonders schwer, das Rauchen ein für alle Mal zu lassen. Es sind langjährige und meist starke Raucher, die bereits mehrere Versuche hinter sich gebracht haben und sich immer mehr im Netz der Rauchfalle verfangen. Es ist wie mit einem Fisch, der im Netz zappelt. Je mehr er zappelt, umso mehr verheddert er sich weiter in den Maschen.

Versuchen Sie locker zu bleiben
So ergeht es auch diesen Rauchern. Sie versuchen mit aller Gewalt das Gefühl der Freiheit, das sie vielleicht schon einmal erlebt hatten, wieder zu erlangen. Sie können nicht verstehen, dass sie rückfällig wurden. Noch viel weniger begreifen sie, dass sie es nicht erneut schaffen, einfach nicht mehr zu rauchen. Es sind richtiggehende Zwangsgedanken, die diese Raucher oft bis an ihr Lebensende verfolgen. Auch wenn oft behauptet wird, dass die »Nikotinsucht « (in Wahrheit ist es eine Rauchsucht) die genialste Falle der Welt sei, so stimmt auch diese Aussage nicht. In Wirklichkeit ist jede Sucht völlig banal, sie wird nur durch uns alle zu einem komplizierten Ungeheuer gemacht. Wir alle haben dieses Monster erfunden, und wir alle bemühen uns täglich, dass es nicht nur am Leben erhalten, sondern sogar noch mächtiger wird.

»Nicht wenige Experten sehen ihre Daseinsberechtigung darin, einen relativ einfachen Sachverhalt unendlich zu komplizieren.«
Pierre Elliott Trudeau

Daher ist es ganz wichtig, dass Sie nicht verkrampfen und nicht zu viel in das Rauchen hineininterpretieren. Kennen Sie die Kindergeschichte von Jim Knopf? In dieser Geschichte gibt es einen Riesen, der von weitem riesengroß aussieht und immer kleiner wird, wenn er sich jemandem nähert. Tatsächlich ist er genauso groß wie ein ganz normaler Mensch. Beim Rauchen verhält es sich genauso. Je mehr Sie sich damit befassen und je länger Sie nicht mehr rauchen, umso mehr verliert die Sucht ihre Größe und ihren Schrecken.

Tipp 15:Versuchen Sie locker zu bleiben und nichts zu erzwingen. Der Trick ist, zu erkennen, dass es keinen Trick gibt. Jede Sucht an sich ist banal. Das Rauchen ist wie ein großer Luftballon, der von uns allen aufgeblasen wird.

Nichtraucher meistern ihr Leben genauso gut
Von Natur aus sind Sie Nichtraucher, der ohne Zigaretten mit seinem Leben gut zurechtkam – bis Sie eben abhängig wurden und die Zigaretten zum (Über)Leben brauchten.

Auch Rauchen mussten Sie erst lernen
Sie haben das Rauchen gelernt, jetzt nehmen Sie Anlauf, das Rauchen wieder zu verlernen. Und so paradox dies jetzt für Sie auch klingen mag: Es ist viel einfacher, das Rauchen zu verlernen, als es zu erlernen. Im ersten Fall können Sie sich passiv verhalten, Sie greifen eben nicht mehr zur Zigarettenschachtel. Im zweiten Fall müssen Sie aktiv werden. Sie holen sich die Zigarette aus der Packung, zünden sich eine an, inhalieren den Rauch und heben die Zigarette lässig, ohne sich zu verbrennen. Sie können den Rauch durch die Nase ausatmen oder Kringel blasen, und am Schluss drücken Sie den Stumpf aus oder schnippen die Kippe lässig weg.





Nichtraucher bleiben

Herzlichen Glückwunsch, Sie haben es geschafft! Jetzt sind Sie Nichtraucher. Sie können sehr stolz auf sich sein! Entscheidend ist aber, dass Sie Nichtraucher bleiben. Die letzten elf Tipps sollen Sie daher Ihr restliches Leben begleiten. Zunächst geht es darum, die ersten Wochen gut zu überstehen, dann erhalten Sie noch ein paar Anregungen für die nächsten Monate und Jahre.

Die ersten Wochen
Wie lange ist es her, dass Sie Ihre »Letzte« geraucht haben? Die meisten Experten behaupten, dass man frühestens nach einem Jahr von sich behaupten kann, Nichtraucher zu sein. Erst dann könnte man ziemlich sicher sein, dass man »clean« bleibt und sich damit identifi ziert hat. Manche sprechen auch von fünf Jahren. Noch schlimmer finde ich den Ausdruck »Ex-Raucher«, denn das werden Sie dann zeit Ihres Lebens mit sich herumtragen. »Einmal Raucher, immer Raucher«, darum geht es beim »Ex-Raucher«. Sie werden nie wissen, ob Sie doch wieder rückfällig werden, ja, Sie warten geradezu darauf.

Ab sofort Nichtraucher
Die Frage »Ab wann bin ich Nichtraucher?« muss jeder für sich selbst beantworten. Es ist alleine eine Frage der Empfindungen und der daraus folgenden Identität.

Zwei Beispiele:
Wenn Ihr kleiner Sohn das erste Mal im Fußballstadion sitzt und von Ihrem Heimatverein begeistert wäre, könnte es gut sein, dass er ab sofort »VfB-Stuttgart- Fan« oder »Bayern-Fan« wäre. Der Virus hätte ihn gepackt, und ab sofort besuchen Sie mit ihm jedes Heimspiel. Was würden Sie nun denken, wenn es heißen würde, dass Ihr Sohn erst frühestens nach einem Jahr Fan »Ihres« Vereins sein könnte? Vermutlich muss er noch länger darauf warten? Würden Sie das verstehen? Oder Ihr Sohn? Oder ein anderes Beispiel: Sie entschließen sich, ab sofort kein Fleisch und keine Wurst mehr zu essen. Ab welchem Zeitpunkt würden Sie den Leuten sagen, dass Sie Vegetarier sind? Würden Sie noch Monate später im Restaurant sagen, dass Sie seit Monaten nur noch vegetarisch essen, aber doch noch kein Vegetarier sind? Sicher nicht. In Wahrheit ist es also ganz einfach. Sie haben bereits Ihre letzte Zigarette geraucht. Sie sind jetzt Nichtraucher!

Tipp 42: Sobald Sie Ihre letzte Zigarette geraucht haben, sind Sie bereits Nichtraucher. Entscheidend ist dabei vor allem Ihr persönliches Empfi nden und nicht die Meinung der Experten.

Sich dem Leben stellen
Immer wieder wird von Experten empfohlen, sich in den ersten Wochen »zu schonen«. Das heißt, man sollte möglichst gefährlichen Situationen aus dem Wege gehen, bei denen man Gefahr läuft, rückfällig zu werden. Trinken Sie keinen Alkohol, heißt es, oder gehen Sie in den ersten Wochen nicht so viel auf Partys. Oft heißt es sogar, Sie sollten Gegebenheiten meiden, bei denen Sie auf allzu viele Raucher treffen!? Wie soll das gehen bei Millionen von Rauchern? Hätte ich mich nun als Neu-Nichtraucher zu Hause verbarrikadieren sollen?

»Wer nicht genießt, wird ungenießbar«
Vergessen Sie all diese Tipps, die sicherlich gut gemeint sind, aber letztlich genau das Gegenteil bewirken. Sie werden nach einiger Zeit geradezu nach Partys oder Ihrem Feierabendbier lechzen, wenn Sie sich das verbieten. Gleichzeitig haben Sie Angst, sollten Sie doch Ihr Bier trinken. »Was wird dann passieren? «, fragen Sie sich. Ich kann Ihnen versichern, ...